Truck Stop weiß, wie Männer so sind

01. Okt 2015

Country Kult Combo kommt in den Elisen Park

Wann ist ein Mann ein Mann? Was Herbert Grönemeyer an dieser Frage seinerzeit vielleicht noch nicht beantworten konnte, wollen „Truck Stop“ nun erledigen: „Männer sind so“ heißt das neueste Album der Westernmusiker von der Waterkant, das sie am 12. Oktober um 15 Uhr im Elisen Park Greifswald im Rahmen einer Autogrammstunde vorstellen. Die Kult Combo will damit auch ihre modernisierte Stilrichtung präsentieren.

Immerhin hatte die 1973 gegründete Band in jüngster Vergangenheit mit dem Tod ihrer beiden Frontmänner gleich zwei persönliche Tiefschläge zu verkraften. Nun heißt es für „Cowboys der Nation“ aber wieder volle Kraft voraus.  Die Jungs von der Waterkant präsentieren sich „auf erfrischende Weise gereift, haben gleichzeitig an Pepp gewonnen“, versprechen sie. Der Sound wurde überarbeitet: „Wir sind frecher geworden, zeitgemäßer, bringen weniger Klischees, weniger Amerika, dafür mehr Persönliches und Privates, wie die wiedergefundene Liebe oder die nervige Schwiegermutter“, sagt Andreas Cisek, seit 2012 neuer Frontmann.

Neues Album mit modernisierter Musik

Wie Männer so sind, das dürfte wohl eines der meistdiskutierten Themen unter Frauen sein – natürlich, wenn die Männer nicht dabei sind. Meinen die Musiker: „Was gestandene Männer selbst dazu zu sagen haben, wann ein Mann ein Mann ist, wie er sich gibt und wie er sich fühlt, das hat jetzt die „erfolgreichste deutsche Countryband aller Zeiten“ auf ihre ureigene Art zusammengefasst. Die Single mit dem gleichen Titel verrät es: „Mit der Motorsäge einen Baum umhau‘n, doch beim Flirten schüchtern auf den Boden schau‘n“. Oder: „Hinterm Vollbart, da lacht das Kind.“

Band baut auf Erfolgsproduzenten

Das Lachen war den Truck Stop-Urgesteinen Wolfgang „Teddy“ Ibing, Knut Bewersdorff und Uwe Lost zeitweilig vergangen, mussten sie doch innerhalb kurzer Zeit den Tod von zwei Gründungsmitgliedern verarbeiten: 2012 starb Lucius Reichling, 2014 Günter „Cisco“ Berndt, der die Band schon ein Jahr zuvor aus gesundheitlichen Gründen verlassen hatte. Aus dem schmerzhaften Einschnitt und Gedanken ans Aufhören wurde der Neustart. So stehen nun neben Sänger und Gitarrist Andreas Cisek, der der Band schon seit 20 Jahren verbunden und seit 2012 neuer Frontmann ist, Chris Kaufmann (Lead-Gitarre) und Tim Reese (Fiddle, Gitarre, Banjo und Mandoline) mit auf der Bühne.

Als Produzent hatte die Band für das neue Album Echo-Preisträger Frank Ramond an ihrer Seite, der schon mit anderen deutschen Musikern wie Ina Müller und Roger Cicero sehr erfolgreich ist. Als Co- Produzent ist Jörn Heilbut (Münchner Freiheit, Lotto King Karl) mit im Boot.

Schon  Mitte  der  70er  Jahre  tauchten Truck Stop  in  allen  Hitparaden des  Landes  auf:  Country Music, deutsche Texte und satter Sound – Markenzeichen und Erfolgsgarant bis heute. Mit ihren bodenständigen, ehrlichen Texten kommen die sechs „Cowboys“ gut an. Regelmäßig erobern sie die Charts und füllen bis heute die Konzerthallen, nicht nur in Deutschland. Das alljährliche Hamburger Weihnachtskonzert oder der ADAC-Truck-Grand-Prix am Nürburgring sind längst Kult. Ihr erster großer Hit war "Ich möcht so gern Dave Dudley hör`n". Die Titelmelodie der erfolgreichen TV-Serie „Großstadtrevier“ und der Kult-Hit "Maschendrahtzaun" gemeinsam mit Stefan Raab stammen auch aus ihrer Feder.